Links
» Überblick
» Ortslisten
» Namenslisten

» Lehmann in Neukirch
» Ernst Julius Grunewald
» Max Alfred Jubisch

» Download Freeware

» Otto Lilienthal
» Weberdörfer 1848
» Oberlausitzer Heimatblätter

» Antiquarische Bücher
» Bücherflohmarkt

Max Alfred Jubisch

Abschrift eines Artikels aus "Deutsche Obstbauzeitung", Heft 10/11, Doppel-Nr., 1.Juli 1919:

Max Alfred Jubisch, Baumschulenbesitzer in Kittlitz, starb am 7. Juni d.J. im Alter von fast 67 Jahren. 1852 in Leipzig geboren fand Jubisch nach beendeter Lehrzeit Stellung in den botanischen Gärten zu Leipzig und Dresden. Im April 1873 trat er dann in das Königliche Pomologische Institut Proskau ein, wo er nach zweijährigem Lehrgang noch als Obergehilfe verblieb. Hierauf war er Obergärtner und Lehrer an der Freiherr von Friesenschen Gartenbauschule in Rötha. Später leitete er in Kittlitz die Randigsche Baumschule, die 1881 in seinen Besitz überging. Sein Grundstück gestaltete er nach und nach zu einer Beeren- und Obstplantage aus. Max Jubisch war Mitglied und Ehrenmitglied vieler Garten- und Obstbauvereine. Am meisten bekannt von seinen 9 verfaßten Büchern dürfte wohl das Werkchen sein: "Die Geschäftskorrespondenz und Buchführung für Gärtner". Groß ist die Anzahl der von ihm verfaßten Aufsätze über Obstbau, Obstsorten u.a.m. Mit großer Dankbarkeit und Verehrung hing der Verstorbene an der Proskauer Anstalt. Ihr verdankte er, nach seinen häufigen Gesprächen, seine Kenntnisse und Wissenschaft. Um die Förderung des Obstbaues in der Oberlausitz hat sich Max Jubisch große Verdienste erworben. Schreiber dieses gedenkt noch gerne an die Zeiten zurück, wo wir gemeinsam in den Obstausstellungen zusammen prämiieren und Obstsorten bestimmen konnten. Er besaß eine umfassende Obstsortenkenntnis.

Mit Max Jubisch ist ein Mann von reichen Kenntnissen und Begabungen dahingegangen, der in Obstbaukreisen gern gehört und dessen Ratschläge gerne befolgt wurden. Er hat nicht umsonst gelebt. Unter zahlreichem Geleit der Berufsgenossen von fern und nah haben wir ihn unter den alten schattigen Linden des Kittlitzer Friedhofs zur letzen Ruhe gebettet.

Oskar Kunze in Obercunnersdorf